Pressemeldung Nr. 190 vom

Grüne fragen nach Lagebild und Behandlungskonzepten von Sexualstraftätern in Niedersachsen

„Sexualstraftaten gehören zu den schwersten und widerlichsten Verbrechen, die es gibt. Um die Zahl der Opfer zu reduzieren, brauchen wir wirksame Präventionsprogramme und sinnvolle Behandlungsansätze“, so Ralf Briese.

Der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion Ralf Briese verlangt von der Landesregierung Auskunft über die Zahl der inhaftierten Sexualstraftäter in Niedersachsen und über deren Behandlungsvollzug. Hintergrund ist die geplante Sexualstraftäterdatei von Justizministerin Heister-Neumann. Briese will nun wissen, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Datei erlassen werde und welche praktischen Konsequenzen sie habe.

"Sexualstraftaten gehören zu den schwersten und widerlichsten Verbrechen, die es gibt. Um die Zahl der Opfer zu reduzieren, brauchen wir wirksame Präventionsprogramme und sinnvolle Behandlungsansätze", so Briese.

Der grüne Abgeordnete erinnerte daran, dass der Strafrahmen für Sexualstraftaten in den letzten zehn Jahren deutlich ausgeweitet wurde. Ein eklatanter Mangel herrsche aber nach wie vor bei professionellen Gutachtern und fachlich versierten Behandlern von Sexualstraftätern. Auch die Zahl der Traumatherapeuten für Opfer von sexueller Gewalt sei zu gering.

"Wir wollen die Zahl der Sexualstraftaten weiter reduzieren und den Opfern wirksame Hilfen an die Hand geben. Sexualstraftäter müssen nicht nur verurteilt und beobachtet, sondern vor allem wirksam behandelt werden Und eine wirksame Primärprävention fängt durch Aufklärung und Sensibilisierung in der Grundschule an und hört bei Selbstverteidigungskursen auf", so Briese.

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