GRÜNE fragen nach Störfall bei der Herstellung von Brennelement-Hüllrohren in Frankreich - Auswirkungen auf Sicherheit von niedersächsischen Atomkraftwerken?
Die Landtagsgrünen verlangen Auskunft über jetzt bekannt gewordene Versäumnisse bei der Qualitätskontrolle von Brennstab-Hüllrohren, die offensichtlich auch in deutschen Atomkraftwerken eingesetzt wer...
Die Landtagsgrünen verlangen Auskunft über jetzt bekannt gewordene Versäumnisse bei der Qualitätskontrolle von Brennstab-Hüllrohren, die offensichtlich auch in deutschen Atomkraftwerken eingesetzt werden.
Von August 1998 bis Februar 2000 war bei der Firma CEZUS im französischen Paimboeuf die Endkontrolle ausgefallen. Bis zu 900.000 Hüllrohre wurden nicht der vorgeschriebenen Ultraschallüberprüfung unterzogen. Das Firmenmanagement hatte den Fehler allerdings verschwiegen. Erst nachdem im August letzten Jahres ungewöhnlich hohe Radioaktivität im Kühlkreislauf eines franzöischen AKW gemessen wurde, stiess man bei der Ursachenforschung auf Brennelement-Schäden und damit auf den Hersteller.
Die Grünen-Vorsitzende Rebecca Harms hat jetzt bei der Landesregierung angefragt, in welchen niedersächsischen Atomkraftwerken Brennstäbe mit den betreffenden Hüllrohren eingesetzt werden und ob die niedersächsische Atomaufsicht über den Störfall bei CEZUS informiert wurde. Geklärt werden sollen auch die möglichen Auswirkungen auf Beschäftigte und die Bevölkerung in der Umgebung von AKW.
Weiter fragt Harms nach einer Bewertung der Landesregierung für diesen Vorfall, der von der französischen Aufsichtbehörde DSIN als Störung eingestuft wurde und nach Meinung der Grünen Parallelen zum im Jahr 2000 aufgedeckten Skandal bei der Herstellung von MOX-Brennelementen im britischen Sellafield zeigt.
Antwort der Landesregierung Drs. 14/2432>>