Schulwahl darf nicht an Landesgrenzen scheitern:GRÜNE fragen nach Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Niedersachsen
Die Landtagsgrünen werben dafür, dass die Schulsituation im Landkreis Harburg entsprechend den Wünschen der Eltern verbessert wird. "In Niedersachsen wohnen und in Hamburg zur Schule zu gehen, sollte...
Die Landtagsgrünen werben dafür, dass die Schulsituation im Landkreis Harburg entsprechend den Wünschen der Eltern verbessert wird. "In Niedersachsen wohnen und in Hamburg zur Schule zu gehen, sollte künftig zur Selbstverständlichkeit werden", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Montag in Hannover.
Das entspreche dem Willen vieler Eltern und spare Geld für neue Schulbauten. Während an Hamburger Schulen freie Kapazitäten vorhanden seien, müsse der niedersächsische Landkreis Harburg aufgrund des Zuzugs junger Familien in den nächsten Jahren viel Geld in Schulbauten investieren.
Zwischen Hamburg und Niedersachsen existiere zwar ein Staatsvertrag zum grenzüberschreitenden Schulbesuch, der gelte jedoch nur für wenige Einzelfälle, so Korter. Im Allgemeinen werde der Schulbesuch niedersächsischer Schülerinnen und Schüler an Hamburger Schulen restriktiv gehandhabt. Diese Einschränkung habe dazu geführt, dass zahlreiche Eltern aus dem Landkreis Harburg, die ihre Kinder in eine Hamburger Schule schicken wollen, einen Wohnsitz in Hamburg anmelden.
In einer Anfrage an die Landesregierung möchte die Grünen-Politikerin nun wissen, wie viele Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Harburg nach der Grundschule in Hamburg zur Schule gehen. Gefragt wird auch nach den Möglichkeiten, eine grenzüberschreitende Schulwahl zu realisieren und nach der Bereitschaft der Landesregierung zu entsprechenden Vereinbarungen mit dem Hamburger Senat zu kommen.
"Wer die Metropolregion Hamburg propagiert, muss sich auch entsprechend verhalten und die Schulwahl ohne Grenzen ermöglichen", sagte Korter.