Landtagsunterrichtung über Katastrophenschutzpläne für AKW Grohnde gefordert:GRÜNE für Stopp der MOX-Transporte aus Sellafield: Land und Bund müssen Genehmigungen widerrufen
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel und die Abgeordnete aus der Wesermarsch Ina Korter haben den Stopp der für den Herbst geplanten Transporte von 16 Mischoxid-(MOX-)Brennelementen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde gefordert.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel und die Abgeordnete aus der Wesermarsch Ina Korter haben den Stopp der für den Herbst geplanten Transporte von 16 Mischoxid-(MOX-)Brennelementen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde gefordert. "Die Brennelemente enthalten 246 Kilogramm waffenfähiges, hochgiftiges Plutonium und stellen deshalb eine erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit der Bevölkerung dar", sagten die Grünen-PolitikerInnen am Mittwoch (heute) in Hannover.
Wenzel forderte von der Bundesregierung und der Niedersächsischen Landesregierung eine erneute Überprüfung der Genehmigungen für den Einsatz der Brennelemente in Grohnde. "Diese Erlaubnis muss zurückgenommen werden." Korter forderte außerdem, dass auch die Genehmigung für den Umschlag in dem kleinen privaten Hafen in Nordenham widerrufen wird und keine weiteren Transporte zugelassen werden!"
Wenzel und Korter wiesen darauf hin, dass bei der Abtrennung des Plutoniums in Sellafield die Umwelt radioaktiv verseucht wird. Die Brennelemente-Herstellung verursache eine hohe Strahlenbelastung der Beschäftigten. "Bei einem schweren Transportunfall könnten erhebliche Mengen Plutonium freigesetzt werden, bei einem Unfall im AKW sind die Auswirkungen noch gefährlicher. Dieses Risiko kann niemand verantworten."
Bezüglich der kürzlich ausgelegten Katastrophenschutzpläne für einen möglichen Größten Anzunehmenden Unfall (GAU) im AKW Grohnde fordert Wenzel eine öffentliche Unterrichtung im Umweltausschuss des Landtages. Die bislang bekannten Maßnahmen zur Katastrophenschutzvorsorge seien "völlig unzureichend", und das Land müsse die Verantwortung für die Koordination aller Sicherheitsmaßnahmen übernehmen.