Pressemeldung Nr. 145 vom

Kleinere Gruppen in Kitas und mehr Familienhebammen notwendig:GRÜNE für verbindliche Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt

Die Landtagsgrünen sprechen sich für ein „verbindliches Einladewesen für Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt“ aus. „Der Schutzauftrag gegenüber den Kindern muss gewissenhaft wahrgenommen werden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte.

Die Landtagsgrünen sprechen sich für ein "verbindliches Einladewesen für Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt" aus. "Der Schutzauftrag gegenüber den Kindern muss gewissenhaft wahrgenommen werden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Dienstag (heute) in Hannover. Die CDU/FDP-Regierung müsse endlich von ihrer "Politik der bloßen Ankündigungen" wegkommen. "Seit über einem Jahr ist ein Gesetzentwurf im Gespräch, doch nichts Konkretes passiert", kritisierte die Grünen-Politikerin.

Staudte forderte auch "finanzielle Verbesserungen". Die für den Fall, dass Eltern nicht an den "U1 bis U9"-Untersuchungen teilnehmen, vorgesehenen Hausbesuche, würden von den Ärzten oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern nicht in ihrer Freizeit durchgeführt. "Wir brauchen ein Finanzierungskonzept, an dem auch die Krankenkassen beteiligt sein sollten", sagte die Grünen-Politikerin.

Aus Sicht der Grünen könnten verbindliche Frühuntersuchungen jedoch nur ein einzelner Baustein im Gesamtkonzept eines verbesserten Kinderschutzes sein. "Wenn CDU und FDP wirksam vor Misshandlung und Vernachlässigung schützen wollen, muss sich wirklich mehr ändern." So müssen nach Ansicht der Grünen die Kommunen bei dem erfolgreichen Projekt Familienhebammen endlich auch finanziell vom Land unterstützt werden. Bislang beteilige sich das Land nur an den Schulungskosten, nicht aber an den laufenden Personalkosten. Auch seien die Gruppen in den Kindertagesstätten eindeutig zu groß. "Bei 25 Kindern können die Erzieherinnen nicht genügend auf jedes Kind eingehen und ausreichend Elterngespräche mit Problemfamilien führen", sagte Staudte. "Die Gefahr, dass dabei Hinweise auf Misshandlungen übersehen werden, ist zu groß."

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