Landesregierung ignoriert Folgen des Klimawandels:GRÜNE gegen Elbvertiefung
„Die jüngsten Aussagen des Weltklimarates mit Blick auf künftig verstärkt zu erwartende Extremwetterlagen werden von CDU und FDP vollkommen ignoriert“, so Elke Twesten.
Nach einer Ausschussunterrichtung hat die hafen- und schifffahrtspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Elke Twesten den Verantwortlichen in der Niedersächsischen Landesregierung vorgeworfen, bei der Beurteilung der Auswirkungen einer weiteren Elbvertiefung die "Informationen und Erkenntnisse über Folgewirkungen des Klimawandels und des zu erwartenden Anstiegs der Meeresspiegel auszublenden". "Die jüngsten Aussagen des Weltklimarates mit Blick auf künftig verstärkt zu erwartende Extremwetterlagen werden von CDU und FDP vollkommen ignoriert", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag (heute) in Hannover. Bei der Entscheidung über die anstehende Einvernehmenserteilung sei, so wie von vielen Kommunen und Verbänden gefordert, die Erstellung einer belastbaren Prognose zu den Folgen des geplanten Ausbaus insbesondere im Hinblick auf die Sturmflutsicherheit der Tideelbe unabdingbar.
Die Erinnerungen an die schwere Sturmflut, die von 50 Jahren sowohl in Hamburg als auch an der Niederelbe schwerste Schäden angerichtet hat, seien gerade in diesen Tagen besonders präsent.
Twesten forderte die Landesregierung auf, die Summen-Wirkung der einzelnen Vertiefungsmaßnahmen in die Gesamtbetrachtung der wasserwirtschaftlichen Belange mit einzubeziehen. Es sei "fahrlässig", in diesem Zusammenhang, so wie von Vertretern des Umweltministeriums erfolgt, lediglich festzustellen, dass es "misslich ist, dass eine Gesamtbetrachtung der Maßnahmen nicht erfolgt".