Pressemeldung Nr. 277 vom

GRÜNE gegen ?hire and fire? im Landesdienst Befristete Einstellung schafft Zweiklassensystem

Gegen die Absicht der Landesregierung, bei Neueinstellungen in den Landesdienst künftig nur noch befristete Arbeitsverträge abzuschließen, haben die Landtagsgrünen protestiert. Ein entsprechender Beri...

Gegen die Absicht der Landesregierung, bei Neueinstellungen in den Landesdienst künftig nur noch befristete Arbeitsverträge abzuschließen, haben die Landtagsgrünen protestiert. Ein entsprechender Bericht war heute (Dienstag) der Tagespresse zu entnehmen.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Verwaltungsreform und öffentliches Dienstrecht im Landtag, der Grünen-Abgeordnete Enno Hagenah, bezeichnete die Überlegungen als Gedankenfehler. „Mit hire and fire wird ein Zweiklassensystem in der Arbeitnehmerschaft aufgebaut mit allen negativen Auswirkungen für Motivation und Kooperationsbereitschaft; die Probleme des Reformarbeitsmarktes jedoch nicht angepackt.“
Der Grünen-Politiker warf der Landesregierung vor, die Verwaltungsreform zu eng an Zielsetzungen der Haushaltskonsolidierung orientiert zu haben, so dass dem Reformprozess jede Glaubwürdigkeit und damit auch die Mitwirkungsbereitschaft der Beschäftigten abhanden gekommen ist. Die Drohung mit befristeten Einstellungen würde zusätzlich kontraproduktiv wirken.
Um den Reformarbeitsmarkt anzukurbeln und die Blockaden in den Dienststellen aufzubrechen sollte die Landesregierung nach Ansicht der GRÜNEN die Personalvermittlung qualifizieren. Hagenah: „Es fehlen speziell ausgebildete Arbeitsplatz-Akquisiteure, die anbietende Dienststellen und nachfragende Interessenten zusammen führen, geeignete Qualifizierungsmaßnahmen einleiten und die Umsetzungen organisieren.“

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