Statement:Grüne: Geplante GKV-Reform gefährdet psychotherapeutische Versorgung
Die geplanten Kürzungen bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen senden ein fatales Signal. Psychische Gesundheit darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.
Zu den geplanten Änderungen im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung und der Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgung sagt Nicolas Mülbrecht Breer, Sprecher für Psychiatrie der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:
Die geplanten Kürzungen bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen senden ein fatales Signal. Psychische Gesundheit darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. Während viele Menschen bereits heute monatelang auf einen Therapieplatz warten, will die Bundesregierung ausgerechnet dort streichen, wo die Versorgung gestärkt werden müsste.
Mit dem Wegfall von Zuschlägen und der vorgesehenen Begrenzung der extrabudgetären Vergütung wird die ambulante psychotherapeutische Versorgung gefährdet. Was es jetzt braucht, ist eine echte Reform der Bedarfsplanung, mehr Kassensitze – insbesondere für Kinder und Jugendliche sowie im ländlichen Raum – und eine verlässliche Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.
Psychische Gesundheit ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Die Bundesregierung sollte ihre Reformpläne so ausgestalten, dass Patient*innen schneller Zugang zu einer Therapie erhalten, anstatt neue Unsicherheiten für Praxen und Versorgung zu schaffen.