Pressemeldung Nr. 102 vom

Grüne: Green-Shipping - Herausforderung und Chance

Die 6. Nationale Maritime Konferenz in Rostock habe mehr Fragen aufgeworfen als Antworten geben können, resümiert die hafen- und schifffahrtspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Elke Twesten.

Die 6. Nationale Maritime Konferenz in Rostock habe mehr Fragen aufgeworfen als Antworten geben können, resümiert die hafen- und schifffahrtspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Elke Twesten.

Der Seeverkehr hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Was für die Wirtschaft erfreulich sei, werde für die ohnehin angegriffene Meeresumwelt zunehmend zu einem Problem "Denn mit zunehmendem Schiffsverkehr tragen auch die Schiffsemissionen in einem erheblichen Maße dazu bei, dass die sensiblen Ökosysteme der Meere weiter unter Druck geraten", so Twesten. "Schutz und Nutzen der Meere sind zwei Seiten einer Medaille: ohne nachhaltigen Meeresschutz wird es keine langfristige Nutzung unserer Meere geben."

Green-Shipping und Clean-Shipping hingegen bergen zahlreiche Innovationspotenziale für den Schiffsbetrieb, seien aber bisher allzu oft im Forschungsansatz steckengeblieben.

"Treibstoffeffizienz und der Einsatz Erneuerbarer Energien müssen dabei zu zentralen Elementen werden, um das wertvolle Ökosystem der Meere künftig besser zu schützen", sagte Twesten.

Insbesondere solle Niedersachsen sich dem Beispiel Schleswig-Holsteins anschließen und richtungsweisende Schritte im Hinblick auf die dringend überfällige Landstromversorgung der Schiffe während der Liegezeiten in den Häfen entwickeln. Damit könne auf den umweltschädigenden Hilfsdieselbetrieb verzichtet werden. "Stromstandards und Infrastrukturen sind derzeit nicht ausreichend vorhanden. Hier hat Niedersachsen einen eklatanten Nachholbedarf. Das ist aber eine der Grundvoraussetzungen für das im Rahmen der Maritimen Konferenz vielfach geforderte integrierte Zusammenspiel der Häfen", so Twesten abschließend.

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