Anreize für sparsamen Wasserverbrauch fördern:GRÜNE: Heidewasser-Antrag von CDU, SPD und FDP lässt höhere Wasserförderung zu
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat den Antrag von CDU, SPD und FDP zum Verkauf von Trinkwasser an die Stadt Hamburg kritisiert.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat den Antrag von CDU, SPD und FDP zum Verkauf von Trinkwasser an die Stadt Hamburg kritisiert. Die jetzt präsentierten Pläne der drei Fraktionen ließen sogar eine Erhöhung der Wasserförderung durch die Hamburger Wasserwerke zu, sagte der Grünen-Politiker heute (Montag) nach der Beratung im Umweltausschuss.
Besonders im Nordosten Niedersachsens müsse im Sommer regional mit rückläufigen Niederschlagsmengen gerechnet werden. Das könne zum Trockenfallen von Bächen führen. Unter Naturschutz stehende Biotope könnten ebenso von Trockenschäden belastet werden, wie land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Wenzel: "Diese Schäden entwickeln sich über längere Zeiträume und lassen sich später nur schwer korrigieren."
Erfreulich sei, dass alle Fraktionen mittlerweile eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Niedersachsen und Hamburg anstreben. Wenzel sprach sich jedoch vehement gegen eine Laufzeit von 30 Jahren aus und forderte einen Klimaschutzabschlag bei der Trinkwasserförderung. "Auch die Intervalle für die Prüfung von Trockenschäden durch Grundwasserförderung sind zu lang".
Der Grünen-Politiker forderte im Zusammenhang mit der Diskussion um das Heidewasser "den sparsamen Umgang mit Trinkwasser" verstärkt zu fördern.