GRÜNE: Hochschuloptimierungskonzept bleibt intransparent und inkonsequent
Schwere hochschulpolitische Flurschäden befürchtetAuch nach Vorstellung des so genannten Hochschuloptimierungskonzeptes in Gänze durch Wissenschaftsminister Stratmann bleiben die Landtagsgrünen bei...
GRÜNE: Hochschuloptimierungskonzept bleibt intransparent und inkonsequent
Schwere hochschulpolitische Flurschäden befürchtet
Auch nach Vorstellung des so genannten Hochschuloptimierungskonzeptes in Gänze durch Wissenschaftsminister Stratmann bleiben die Landtagsgrünen bei ihrer ablehnenden Hal-tung. "Das ist kein Gesamtkonzept, sondern eine Vielzahl von intransparenten und inkonse-quenten Einzelentscheidungen", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic am Dienstag in Hannover. Stelleneinsparungen werden nach dem Prinzip der Praktikabilität bzw. kurzfristiger Umsetzbarkeit vorgenommen und nicht nach den Notwen-digkeiten einer zukunftsorientierten Hochschulplanung für Niedersachsen. "Fest steht, dass die immensen Einsparforderungen zu schweren hochschulpolitischen Flurschäden in Nie-dersachsen führen werden."
Die Grünen-Abgeordnete erinnerte daran, dass den Hochschulen angesichts der hohen Ein-sparvorgaben für 2004 und der hohen Personalquote von über 80% nichts anderes übrig bliebe, als Stellen und Studienplätze abzubauen. "Das ist nicht intelligent, wie uns der Minis-ter weismachen möchte, sondern Kürzen ohne hochschulpolitischen Sinn und Verstand."
Heinen-Kljajic forderte die Landesregierung auf, ihre unrealistischen Kürzungsvorhaben auf-zugeben und stattdessen eine qualitative Hochschulentwicklung einzuleiten. Dazu gehöre die konsequente Einführung und Anwendung qualitativer Steuerungsinstrumente wie der leistungsbezogenen Mittelvergabe. "Nur mit klaren Qualitäts- und Effizienzkriterien und Pla-nungssicherheit können die Hochschulen die notwendigen Veränderungen gestalten."
dk/kn