GRÜNE in Norddeutschland fordern gemeinsamen Sachverständigenrat für Klimafragen
"Ein koordiniertes Vorgehen der Küstenländer ist dringend erforderlich, um die Folgen des bereits nicht mehr abzuwendenden Klimawandels zu begrenzen", so Dorothea Steiner.
Die Landtagsfraktionen der Grünen in den norddeutschen Küstenländern haben die Berufung eines gemeinsamen Sachverständigenrates für Klimafragen gefordert. Dieser soll für Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg die ökonomischen und ökologischen Folgen des Klimawandels darstellen und Vorschläge für notwendige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten.
Ein koordiniertes Vorgehen der Küstenländer sei dringend erforderlich, um die Folgen des bereits nicht mehr abzuwendenden Klimawandels zu begrenzen, sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner am Freitag (heute) in Hannover. Nach Ansicht von Fachleuten stehe nur ein Zeitfenster von zehn bis fünfzehn Jahren zur Verfügung, um sich auf diese Klimaveränderungen einzustellen. "Wir brauchen umgehend konkrete Vorschläge, mit welchen Maßnahmen unsere Kommunen, die Wirtschaft, die Tourismusbranche sowie Forst- und Landwirtschaft die Folgen des Klimawandels abmildern. Die ökonomischen und ökologischen Schäden müssen so gering wie möglich gehalten werden", sagte die Grünen-Politikerin.
Andere Bundesländer hätten in den letzten Jahren deutlich mehr Anstrengungen im Klimaschutz, zur Reduktion von Treibhausgasen unternommen und Anpassungsstrategien für die Forst- und Landwirtschaft entwickelt. "In Norddeutschland beschränkt man sich immer noch auf die Frage der künftig notwendigen Deichhöhe", kritisierte Steiner.
Die Umweltpolitiker der vier grünen Landtagsfraktionen sehen den Norddeutschen Sachverständigenrat für Klimafragen als eine sinnvolle Ergänzung für das jetzt beim Umweltbundesamt eingerichtete "Kompetenzzentrum Klimawandel und Anpassung".