Kooperation statt Konkurrenz der Nordseehäfen:GRÜNE Initiative gegen weitere Vertiefung von Außenweser und Unterelbe
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, sich bei den Beratungen zum Bundesverkehrswegeplan gegen die weitere Vertiefung von Außenweser und Unterelbe einzusetzen. „Es ist unverantwortlich, die Zufahrten an der Nordseeküste ständig zu vertiefen ...
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, sich bei den Beratungen zum Bundesverkehrswegeplan gegen die weitere Vertiefung von Außenweser und Unterelbe einzusetzen. "Es ist unverantwortlich, die Zufahrten an der Nordseeküste ständig zu vertiefen und die Standortkonkurrenz der Häfen mit Millionenbeträgen aus der Steuerkasse zu subventionieren", sagte der hafen- und schifffahrtspolitische Sprecher Hans-Joachim Janßen am Donnerstag (heute) in Hannover. Auch vor dem Hintergrund des geplanten Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven seien weitere Vertiefungen gesamtwirtschaftlich völlig unsinnig. Erforderlich sei vielmehr eine verstärkte Kooperation zwischen den Häfen.
Die Bagger-Pläne würden die Flüsse, die Deichsicherheit, die Fischerei und den Tourismus gefährden.
In einem Entschließungsantrag für die nächste Landtagssitzung weisen die Grünen auf die Gefahren für Umwelt und Wirtschaft hin:
Ökologisch problematisch seien die Vertiefungen unter anderem wegen des zu erwartenden Tidenhubs, der die Deichsicherheit in Frage stellt. Zugleich würden Flachwasserbereiche mit Laichgebieten für Fische und Nahrungsflächen für Vögel verloren gehen.
Gefährdet seien auch die traditionellen Erwerbszweige an der Küste. So gerate die Fischerei durch die erhöhten Strömungsgeschwindigkeiten in Bedrängnis. Der Tourismus zum Beispiel an der Küste Butjadingens sei bereits als Folge der letzten Weservertiefung erheblich beeinträchtigt. Janßen: "Die wirtschaftliche Existenz ganzer Gemeinden steht hier auf dem Spiel."