Pressemeldung Nr. 270 vom

GRÜNE: Katastrofales Störfallmanagement bei Buxtehuder Chemieexplosion Synthopol im Wohngebiet Gefährdung für die Bevölkerung

Nach der gestrigen (Mittwoch) Explosion in der Buxtehuder Chemiefirma Synthopol haben die Landtagsgrünen schwere Vorwürfe gegen den Betrieb und die staatlichen Aufsichtsbehörden erhoben. Die Fraktions...

Nach der gestrigen (Mittwoch) Explosion in der Buxtehuder Chemiefirma Synthopol haben die Landtagsgrünen schwere Vorwürfe gegen den Betrieb und die staatlichen Aufsichtsbehörden erhoben. Die Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms kritisierte das „katastrofale Störfallmanagement“: „Wenn die Verantwortlichen der Chemiefirma noch 2 Stunden nach dem Ausbruch des Brandes keine Auskunft über die chemische Zusammensetzung der Brandwolke geben können und die örtlichen Wehren deshalb erst verzögert mit der Bekämpfung beginnen, dann stinkt das sprichwörtlich zum Himmel!“
Es sei unverantwortlich, dass die Bebauungsplanung der Stadt Wohngebiete in die Nachbarschaft von Synthopol-Chemie gelegt hat, sagte die Grünen-Politikerin.
Sie erinnerte daran, dass der Betrieb in der Vergangenheit immer wieder durch Störunfälle und Unfälle von sich reden gemacht hat. Harms: „Offensichtlich haben die Aufsichtsbehörden daraus aber nicht die richtigen Konsequenzen gezogen. Buxtehude scheint noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Jetzt muss geklärt werden, ob diese Firma die Gewähr für den sachgerechten Umgang mit gefährlichen Chemikalien bietet. Im Zweifel muss der Laden geschlossen werden.“
Harms kündigte an, dass ihre Fraktion die Chemie-Explosion zum Thema im Landtag machen wird. Gefordert sei jetzt umfassende Aufklärung über die Überprüfungen des Betriebes und die offensichtlichen Mängel der Arbeit der Aufsichtsbehörden.
wm

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