Statement:Grüne: Kinder und Jugendliche rechtzeitig fördern, bevor sich Lernlücken verfestigen

Die PISA-Studie 2025 weist für Deutschland die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Erhebungen aus.

Die PISA-Studie 2025 weist für Deutschland die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Erhebungen aus. Etwa einem Viertel der Jugendlichen fehlen Basiskompetenzen beim Lesen und in Mathematik; schon in der Grundschule zeigen sich Schwierigkeiten bei Sprache, Motorik und Konzentration. Zugleich hängt der Bildungserfolg weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.

Dazu sagt Lena Nzume, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag:

Die PISA-Ergebnisse sind schlecht, daran gibt es nichts schönzureden. Wer jetzt noch von einem Weckruf spricht, hat den Wecker seit 2001 überhört. PISA ist ein klarer Auftrag: Bildung gehört überall ganz oben auf die politische Agenda. In Niedersachsen steht sie dort seit dem Amtsantritt von Kultusministerin Julia Willie Hamburg.

Die Weichen sind gestellt, durch: multiprofessionelle Teams, die sogenannte „Sichere Basis“ in den Grundschulen, durch gestärkte individuelle Förderung. In dieser Legislaturperiode wurde so viel in Bildung investiert wie nie zuvor. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter.

Bildungserfolg darf keine Frage des Elternhauses sein, sondern entscheidet sich in guten Schulen. Lesen, Schreiben und Rechnen müssen sicher beherrscht werden. Dafür braucht es Lernzeit, guten Unterricht und Lehrkräfte mit Zeit und Kompetenz. Vor allem müssen wir früher merken, wenn Kinder den Anschluss verlieren. Jede Lücke, die wir in der ersten Klasse schließen, müssen wir in der neunten nicht mehr suchen.

Genau da setzt die landesweite Bildungsoffensive für mehr Bildungsqualität an, die Rot-Grün mit einem gemeinsamen Entschließungsantrag startet. Sie systematisiert die bestehenden Maßnahmen, verbessert die Steuerung und nutzt konsequent vorhandene Daten und Forschung. Lernstände werden erfasst, Schüler*innen gezielt gefördert, Lehrkräfte sollen sich weiterbilden können, Schulen mit besonders großen Herausforderungen werden stärker unterstützt. Kurz: Wir ersetzen Bauchgefühl durch Befund.

Gute Bildung darf kein Zufall sein, sie muss bei jedem Kind ankommen. Das wirkt nicht über Nacht, aber wir haben etwas gesät, das Früchte tragen wird. PISA zeigt, wo es hakt. Alarmismus schließt keine Lernlücke, Schulterzucken auch nicht. Entscheidend ist, zu wissen, was wirkt – und es dann auch zu tun.

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