GRÜNE: Konstruktionsfehler der "Verlässlichen Grundschule" beheben - Mit Stundenlöhnern ist Verlässlichkeit nicht möglich
Die Landtagsgrünen bleiben bei ihrer Kritik an der verlässlichen Grundschule. Der entscheidende "Konstruktionsfehler" des Modells seien die 630-DM-Arbeitsverhältnisse für Betreuungskräfte und die Ve...
Die Landtagsgrünen bleiben bei ihrer Kritik an der verlässlichen Grundschule.
Der entscheidende "Konstruktionsfehler" des Modells seien die 630-DM-Arbeitsverhältnisse für Betreuungskräfte und die Vertretungsreserve, sagte die schulpolitische Sprecherin Brigitte Litfin am Mittwoch in Hannover. Sie forderte, dass der Vertretungsunterricht und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler mit fest angestelltem Personal organisiert werden müsse. "Mit Stundenlöhnern ist Verlässlichkeit in der Schule nicht möglich – weder pädagogisch noch organisatorisch!"
Dass so viele Eltern und Schulen das Modell einführen wollten, sei verständlich, sagte Litfin. Die verlässliche Grundschule sei momentan die einzige vom Kultusministerium gewährte Möglichkeit, zu einer 100%igen Unterrichtsversorgung und festen Schulzeiten zu kommen. An einigen Schulen müsse das Land zum Erreichen dieser Ziele vier zusätzliche Lehrkräfte einstellen. "Natürlich," so Litfin weiter, "bleibt den schlecht versorgten Schule in ihrer Not nichts anderes übrig, als auch die Nachteile der "Verlässlichen" in Kauf zu nehmen."
Die Grünen-Politikerin bezweifelt, dass auf Dauer auf dem Arbeitsmarkt überhaupt genügend LehrerInnen zur Verfügung, die im Rahmen geringfügiger Beschäftigung die Unterrichtsvertretung gewährleisten könnten. "Schon im kommenden Schuljahr werden nicht mehr alle verlässlichen Grundschulen genügend Vertretungskräfte finden."