Absolutes Aufstallungsgebot für Hobbyhaltungen und Abschuss von Wildvögeln unangemessen:GRÜNE Kritik am Landwirtschaftsminister
Kritik an dem von Landwirtschaftminister Ehlen wegen der Geflügelpest verordneten absoluten Aufstallungsgebot in weiten Teilen Niedersachsens kommt von den Landtagsgrünen. Die Ausweitung dieser Maßnah...
Kritik an dem von Landwirtschaftminister Ehlen wegen der Geflügelpest verordneten absoluten Aufstallungsgebot in weiten Teilen Niedersachsens kommt von den Landtagsgrünen. Die Ausweitung dieser Maßnahme insbesondere auf Klein- und Hobbyhaltungen ist angesichts der begrenzten Gefährdungslage unangemessen und nicht gerechtfertigt", sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Freitag (heute) in Hannover.
Insbesondere viele Hobbyhalter hätten mit dem seit Mitte September geltenden Aufstallungsgebot größte Probleme, da ihnen geeignete Stallflächen fehlen. Viele seien gezwungen, Tiere abzuschlachten oder ihr Federvieh in qualvoller Enge zu halten. "Die Ausnahmegenehmigungen, die der Minister in diesem Fall empfiehlt, sind mit einem großen bürokratischen Aufwand und erheblichen Kosten für Tierarzt und Laboruntersuchungen ver-bunden," kritisiert der Grünen-Politiker und fordert das Land auf, den Stallzwang in diesen Fällen zu lockern.
Für eine skandalöse Übertreibung hält er in diesem Zusammenhang auch die Aufhebung der Schonzeit für Wildenten und die Anordnung, in den Ruhegebieten der Zugvögel 450 Wildvö-gel, darunter auch vom Aussterben bedrohte Arten, schießen zu lassen. Klein schließt sich damit der deutlichen Kritik der Naturschutzverbände an Minister Ehlen an.