Pressemeldung Nr. 198 vom

Nur Notfalltropfen :GRÜNE kritisieren 10-Punkte-Plan der Bundesregierung zum Ausbau der Krippenbetreuung

Die Landtagsgrünen haben den heute (Mittwoch) vom Bundeskabinett beschlossenen 10-Punkte-Plan zum Ausbau der Krippenbetreuung scharf kritisiert.

Die Landtagsgrünen haben den heute (Mittwoch) vom Bundeskabinett beschlossenen 10-Punkte-Plan zum Ausbau der Krippenbetreuung scharf kritisiert. "Die Maßnahmen der Bundesfamilienministerin sind nur Notfall-Tropfen, messbare Ausbaueffekte sind mehr als fraglich", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte in Hannover. Es sei absurd, dass die Ministerin weiter am Betreuungsgeld festhalte und gleichzeitig die pädagogischen Standards für die Betreuungseinrichtungen absenke. "Würde das Betreuungsgeld den Ländern und Kommunen zur Verfügung gestellt, könnte Niedersachsen mit bis zu 200 Millionen Euro jährlich rechnen und diese in den Ausbau der Kinderbetreuung investieren. Der 10-Punkte-Plan sieht für Niedersachsen lediglich 35 Millionen Euro als einmaliges Darlehen vor", sagte die Grünen-Politikerin.
Staudte: "Unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung und Flexibilisierung sollen die Gruppengrößen sogar erhöht werden. Das ist eine Zumutung für Kinder und Erzieherinnen."

In diesen Zusammenhang kritisierte die Grünen-Politikerin auch das Vorgehen von Kultusminister Althusmann beim Orientierungsplan für Krippen. "Einen neuen Anforderungskatalog für die Erzieherinnen und Erzieher zu verabschieden, ohne mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen, ist schlechte Symbolpolitik." Es sei konsequent, dass die Arbeiterwohlfahrt bei der Verabschiedung des neuen Orientierungsplans ihre Unterschrift mit dem Verweis auf die fehlende dritte Kraft zur Betreuung der ein- bis dreijährigen Kinder verweigert hat, sagte Staudte.

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