Pressemeldung Nr. 369 vom

Schulqualität darf weder dem Sparzwang noch einer konservativen Lobby geopfert werden:GRÜNE kritisieren Abwicklung der Schulinspektion

Scharfe Kritik haben die Landtagsgrünen an der geplanten Abwicklung der niedersächsischen Schulinspektion geübt. „Die Schulinspektion ist unverzichtbar für die Verbesserung der pädagogischen Qualität der Schulen“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.

Scharfe Kritik haben die Landtagsgrünen an der geplanten Abwicklung der niedersächsischen Schulinspektion geübt. "Die Schulinspektion ist unverzichtbar für die Verbesserung der pädagogischen Qualität der Schulen", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Freitag (heute) in Hannover. Es reiche nicht aus, Inspektionen nur noch anlassbezogen durchzuführen, wie es die Landesregierung plane. Korter: "Mit dem Auto fährt man schließlich auch nicht erst zum TÜV, wenn die Bremsen bereits versagt haben."

Die bisherigen Schulinspektionen hätten neben Stärken auch deutliche Schwächen sichtbar gemacht. Insbesondere an vielen Gymnasien sei eine Nachinspektion erforderlich geworden. Vor diesem Hintergrund sei es befremdlich, dass gerade die konservativen Gymnasial-Verbände die Schulinspektion seit langem scharf angegriffen haben, erklärte die Grüne. Vor dieser Lobby sei der Kultusminister jetzt eingeknickt. "Althusmann hat nahezu eins zu eins das umgesetzt, was Philologenverband und Direktorenvereinigung ihm in den Block diktiert haben", so Korter.

Mit einer Anfrage will die schulpolitische Sprecherin der Grünen jetzt von der Landesregierung erfahren, welche Konsequenzen sie aus den bisherigen Inspektionsberichten gezogen habe und in welcher Form künftig noch Inspektionen durchgeführt werden sollen.

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