Angebliche Benachteiligung der konventionellen Landwirtschaft ist Bauernfängerei:GRÜNE kritisieren Agrarpolitik der Landesregierung
Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms wirft der Landesregierung vor, die Öffentlichkeit über die Lage der Landwirtschaft in Niedersachsen zu täuschen. Die Feststellung im CDU-FDP-Koalitionsvertrag, nach der es eine einseitige Benachteiligung der konventionellen Landwirtschaft ...
Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms wirft der Landesregierung vor, die Öffentlichkeit über die Lage der Landwirtschaft in Niedersachsen zu täuschen. Die Feststellung im CDU-FDP-Koalitionsvertrag, nach der es eine einseitige Benachteiligung der konventionellen Landwirtschaft durch die rot-grüne Bundesregierung geben soll, sei "Bauernfängerei".
"Auch wir sind für Gleichbehandlung. Von Defiziten bei der finanziellen Förderung waren traditionell jedoch eher die rund 880 ökologisch arbeitenden Betriebe betroffen", sagte die Grünen-Politikerin am Montag in Hannover. Sie erinnerte daran, wie unzureichend Niedersachsen als Agrarland Nr. 1 bisher die Biobetriebe unterstützt hatte; was dazu führt, dass das Land bundesweit immer noch Schlusslicht ist.
Mit einer parlamentarischen Initiative will Harms jetzt bilanzieren lassen, in welchem Umfang in den Jahren 1998 bis 2002 sowohl die konventionellen als auch die ökologisch wirtschaftenden Betriebe gefördert wurden. Zugleich fragt sie nach, welche Veränderungen bei der Zuteilung der Fördersummen geplant ist und wie die im Koalitionsvertrag angekündigte Zusammenführung der Fördermaßnahmen gestaltet werden soll.