GRÜNE kritisieren Benachteiligung der MHH zugunsten des INI - Hat Minister falsche Tatsachen vorgespiegelt?
Als offensichtlich falsch hat die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Gabriele Heinen-Kljajic, die Behauptungen von Wissenschaftsminister Stratmann in der Plenardebatte der vergangen...
Als offensichtlich falsch hat die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Gabriele Heinen-Kljajic, die Behauptungen von Wissenschaftsminister Stratmann in der Plenardebatte der vergangenen Woche bezeichnet, die medizinisch-technische Ausstattung des privaten INI-Instituts sei neuzeitlicher und moderner als die der MHH.
Die vom Minister verbreiteten Erkenntnisse hierzu seien durch die Äußerungen des kommissarischen Leiters der Neurochirurgie der MHH, Prof. Zumkeller auf der gestrigen Personalversammlung wie auch durch die Einlassungen von Professor Rickels (MHH) in der Presse widerlegt worden. Reine Wartungsverträge für Apparate besagten nichts über das medizinische Upgrading, betonte die Abgeordnete. Eine Verlagerung von Behandlungen ins INI werde damit zu keinem Vorteil für Patientinnen und Patienten.
Scharf kritisierte Heinen-Kljajic die unendliche Hängepartie, die sich das Land bei der Berufung des zukünftigen Leiters der Neurochirurgie leiste. Man könne nicht das bisherige Berufungsverfahren nach 1 ½ Jahren faktisch für beendet erklären und ein neues eröffnen, nur weil einem die Kandidaten nicht passten und das INI einen Platz in der neuen Berufungskommission erhalten solle. Mit diesem Schritt würde nicht nur die Reputation der bisherigen Bewerber aus durchsichtigen Interessen heraus in Frage gestellt, sondern einem bankrotten Institut Einfluss auf ein Berufungsverfahren gestattet, das allein Sache der Medizinischen Hochschule sei. Heinen-Kljajic kündigte zu beiden Vorgängen detaillierte Fragen an die Landesregierung im Wissenschaftsausschuss des Landtages an.