Pressemeldung Nr. 197 vom

GRÜNE kritisieren Busemanns "Flickschusterei" bei der Unterrichtsversorgung

"Von Busemanns großspurig angekündigter Unterrichtsgarantie ist nur noch klägliche Flickschusterei übrig geblieben", erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag in Hann...

"Von Busemanns großspurig angekündigter Unterrichtsgarantie ist nur noch klägliche Flickschusterei übrig geblieben", erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag in Hannover. Sie kündigte an, dass die Grünen die Unterrichtsversorgung zum Thema in der nächsten Landtagssitzung machen werden.

Statt gesicherter Unterrichtsversorgung meldeten zahlreiche Schulen nicht nur überfüllte Klassen, sondern auch gravierende Unterrichtsausfälle. In vielen Klassen falle der Unterricht in einzelnen Fächern ganz aus. "Mit seiner Phantasiezahl von 99,2% kann der Minister die Realität in den Schulen nicht verschleiern".

Die Grünen-Politikerin kritisierte insbesondere Busemanns Einstellungspolitik. So seien zu Beginn des neuen Schuljahres über 200 Lehrerstellen nicht besetzt, viele Schulen müssten noch bis zum 1. November auf neue Lehrkräfte warten, die erst dann ihre Ausbildung beendet haben. Auch die Stellen von über 600 sogenannten Springerlehrkräften sollten in diesem Jahr nicht wieder besetzt werden. Eine Vertretung von Lehrkräften, die längerfristig wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfallen, sei so nicht annähernd möglich.

"Besonders schäbig ist die Behauptung des Ministers, für 80% des nicht erteilten Unterrichts seien die Schulen wegen interner Mängel selbst verantwortlich", sagte Korter. Das zeuge nicht nur von einer zunehmenden Nervosität des Ministers, er stehle sich damit auch aus der Verantwortung.

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