Netzentwicklungsplan und Offshore-Netzplan nicht abgestimmt:GRÜNE kritisieren gravierende Mängel bei Netzanbindung für Offshore-Windenergie
"Die Koordinierungsmängel verzögern und gefährden den Zeitplan", so Stefan Wenzel nach einer Anhörung im Umweltausschuss. An mehreren Punkten der Anhörung sei deutlich geworden, dass insbesondere die Trödelei im Haus von Bundesminister Philipp Rösler die Arbeiten in Verzug bringen.
Im Zusammenhang mit den Planungen für Offshore-Windenergie hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel gravierende Mängel bei der Abstimmung der beteiligten Bundesministerien kritisiert. Die Koordinierungsmängel verzögern und gefährden den Zeitplan, sagte der Grünen-Politiker nach der heutigen (Montag) Anhörung im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz. An mehreren Punkten der Anhörung sei deutlich geworden, dass insbesondere die Trödelei im Haus von Bundesminister Philipp Rösler die Arbeiten in Verzug bringen.
Der Entwurf eines Netzentwicklungsplans nehme bislang keine Rücksicht auf die Planungen für einen Offshore-Netzplan für die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) auf See, sagte Wenzel. Die Regierungen in Berlin und Niedersachsen versäumen es, für die rechtzeitige Netzanbindung dieser Anlagen zu sorgen. Kritisch sei auch die fehlende Klärung der Haftungsfragen für ausgefallene Netzanbindungen sowie andauernde Grenzstreitigkeiten mit den Niederlanden. Zudem habe sich gezeigt, dass die Gründung einer deutschen Netzgesellschaft für Höchstspannungs- und Übertragungsnetze vorangetrieben werden müsse.
Der Grünen-Politiker forderte vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister mehr Ehrgeiz für die Erneuerbaren Energien. "Da wurde bislang zu viel geredet und zu nachlässig geplant". Angesichts der Defizite der Netzplanung an Land hält Wenzel eine weitere Anhörung zum Entwurf des Netzentwicklungsplans für dringend.