Weniger Geld für mehr Studierende falsches Signal :GRÜNE kritisieren Hochschul-Zukunftsvertrag
Auf scharfe Kritik sind die geplanten Änderungen im zweiten Hochschul-Zukunftsvertrag bei den Landtagsgrünen gestoßen. „Der Zukunftsvertrag setzt den unheilvollen Kurs schwarz-gelber Hochschulpolitik fort, bei immer weniger Geld immer mehr Studierende durch das System zu schleusen“
Auf scharfe Kritik sind die geplanten Änderungen im zweiten Hochschul-Zukunftsvertrag bei den Landtagsgrünen gestoßen. „Der Zukunftsvertrag setzt den unheilvollen Kurs schwarz-gelber Hochschulpolitik fort, bei immer weniger Geld immer mehr Studierende durch das System zu schleusen“, sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic heute (Donnerstag) in Hannover. Mit den geplanten Kürzungen drohe auch das Scheitern des ambitionierten Projektes der „Offenen Hochschule“. „Für deren Erfolg brauchen die Hochschulen dringend mehr statt weniger Mittel für flankierende Maßnahmen in Beratung und Betreuung z.B. durch Propädeutika“, sagte die Grünen-Politikerin.
Auch das Bekenntnis zu Studiengebühren und deren geplante Überprüfung innerhalb der Vertragslaufzeit werden von den Grünen kritisiert, da für den aktuellen Monat Juni 2010 ohnehin eine erste Evaluation vereinbart war. Heinen-Kljajic: „Wir fordern Ministerin Wanka auf, die Evaluation der Studiengebühren zuerst einmal vorzulegen, bevor weitere vertragliche Tatbestände zwischen Land und Hochschulen geschaffen werden.“
Die geplante Erhöhung des Lehrdeputats um eine Stunde ist nach Ansicht der grünen Politikerin ebenfalls nicht zukunftstauglich. Die Grünen fordern stattdessen ein modernes Personalmanagementkonzept, mit welchem die flexible Schwerpunktsetzung zwischen Forschung und Lehre ermöglicht werde.