Einrichtungen stehen schon jetzt vor Zerreißprobe:GRÜNE kritisieren Mittelkürzung für Frauenhäuser
Die Pläne der Landesregierung, den Frauenhäusern und Beratungsstellen in Niedersachsen vom kommenden Jahr an 280.000 Euro weniger für die Unterbringung, Beratung und Begleitung von Gewaltopfern zur Verfügung zu stellen, sind auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen gestoßen.
Die Pläne der Landesregierung, den Frauenhäusern und Beratungsstellen in Niedersachsen vom kommenden Jahr an 280.000 Euro weniger für die Unterbringung, Beratung und Begleitung von Gewaltopfern zur Verfügung zu stellen, sind auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen gestoßen. "Es kann nicht sein, dass das Land den Einrichtungen die Finanzierung entzieht und sie mit dem Problem der Geldbeschaffung allein lässt.", sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten am Mittwoch (heute) in Hannover.
Schon jetzt stünden die Einrichtungen vor einer Zerreißprobe: Professionell ausgebildet und beschäftigt für die Beratung und Begleitung von Gewaltopfern, müssten die Frauenhäuser und Beratungsstellen sich "zwischen Tür und Angel" um den finanziellen Fortbestand ihrer Einrichtung selber kümmern. "Das ist Zeit, die für die eigentliche Arbeit fehlt und geht auf Dauer zu Lasten der Mitarbeiterinnen, der betroffenen Frauen und deren Kinder", sagte die Grünen-Politikerin.
Twesten will nun mit einer Kleinen Anfrage in Erfahrung bringen, ob die Landesregierung im Falle der Mittelkürzung den Einrichtungen Stunden und Personal finanziert, das sich professionell um die Beschaffung der wegfallenden Landesmittel kümmern kann.