Pressemeldung Nr. 53 vom

Entprofessionalisierung des pädagogischen Bereichs:GRÜNE kritisieren Modell der „Erziehungslotsen“

Der Aufgabenbereich der Erziehungslotsen sei eine im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) vorgesehene „klassische Aufgabe“ der Sozialpädagogischen Familienhilfe. „Mit einem 40-Stunden-Kurs sind die Erziehungslotsen bei weitem nicht genügend qualifiziert“, so Miriam Staudte.

Die Landtagsgrünen haben das von Sozialministerin Ross-Luttmann heute (Donnerstag) vorgestellte Projekt der Erziehungslotsen kritisiert. "Die Sozialministerin betreibt damit eine systematische Entprofessionalisierung im Bereich der Pädagogik", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte. Die Grünen-Politikerin warf der Landesregierung vor, "pädagogische Ausbildung zu wenig zu schätzen und ehrenamtlich Tätige zu überfordern". Der Aufgabenbereich der Erziehungslotsen sei eine im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) vorgesehene "klassische Aufgabe" der Sozialpädagogischen Familienhilfe, die von ausgebildeten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen durchgeführt werden sollte. "Mit einem 40-Stunden-Kurs sind die Erziehungslotsen bei weitem nicht genügend qualifiziert", sagte Staudte.

Die Grünen-Politikerin forderte die Sozialministerin auf, sicherzustellen, dass die Erziehungslotsen künftig nur in einem von professionellen Helfern verantworteten Gesamtkonzept tätig sein sollten.

Die Entprofessionalisierung ziehe sich wie ein roter Faden durch die Kinder- und Jugendpolitik des Landes, Beispiele seien die Kindertagespflege, das wellcome-Projekt und die Mehrgenerationenhäuser.

Zurück zum Pressearchiv