Grüne kritisieren Neufassung des Nationalparkgesetzes - Kritik der Umweltverbände trifft in vollem Umfang zu
Nach der Anhörung zum Nationalparkgesetz am heutigen Montag im Umweltausschuss sieht die umweltpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Dorothea Steiner, die Befürchtungen der Grünen bestäti...
Nach der Anhörung zum Nationalparkgesetz am heutigen Montag im Umweltausschuss sieht die umweltpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Dorothea Steiner, die Befürchtungen der Grünen bestätigt.
Die SPD habe die Interessen an stärkerer touristischer und landwirtschaftlicher Nutzung einseitig berücksichtigt und den Schutz des einzigartigen Naturraums Wattenmeers eingeschränkt. Der angekündigte faire Kompromiss zwischen dem Naturschutz und den Interessen der Inseln sei nicht erkennbar. Die flächenmäßige Erweiterung des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer könne nicht darüber hinweg täuschen, dass der Naturschutz deutlicher Verlierer dieser schmerzhaften SPD-Operation im Wattenmeer sei.
„Für Golfplätze auf den Inseln werden Ruhezonen des Nationalparks angegriffen, grüner Beton soll die ursprüngliche Vegetation ersetzen", so Steiner.
Für den Nationalpark Harz kritisiert die Abgeordnete, dass aus ökonomischen Gründen ein 3700 Hektar großes Buchenwaldgebiet im Südharz nicht in den Nationalpark aufgenommen werden solle. Die Erweiterung des Nationalparks um diese Buchenwaldbestände sei schon eine Mindestanforderung, die Niedersachsen leisten müsse. „Der konsequente Schutz der nur in Mitteleuropa heimischen Buche in einem Nationalpark darf nicht an den finanziellen Interessen des Landwirtschaftsministeriums am weiteren Bucheneinschlag scheitern."
Die Kritik der Umweltverbände an dem SPD Gesetzentwurf träfe nach Ansicht von Dorothea Steiner im vollen Umfang zu.