Pressemeldung Nr. 220 vom

Hoffen und Harren hält Manche zum Narren:GRÜNE kritisieren Özkans „Quotenphobie“

Landauf, landab werde das Thema „mehr Frauen in die Aufsichtsräte“ diskutiert, nur in Niedersachsen hänge man den aktuellen Erfordernissen wie immer hinterher, kritisierte Elke Twesten die Äußerungen von Sozialministerin Özkan, die in der Quote nur einen „letzten Ausweg“ sieht.

Die Grünen im Landtag sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass mit der neuen Ministerin Aygül Özkan Frauenpolitik in Niedersachsen "nicht mehr stattfindet". "Frau Özkan hat entweder nicht genug Rückgrat, eigene Positionen zu vertreten oder sie ist ganz einfach nicht am Ball, sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten heute (Donnerstag) in Hannover. Landauf, landab werde das Thema "mehr Frauen in die Aufsichtsräte" diskutiert, nur in Niedersachsen hänge man den aktuellen Erfordernissen wie immer hinterher, kritisierte die Grünen-Politikerin die Äußerungen der Sozialministerin, die in der Quote nur einen "letzten Ausweg" sieht, mehr Frauen an die Schalthebel der Macht zu bekommen.

Selbst Bundesfamilienministerin Schröder habe nach ihrer intensiven Einarbeitung ins Amt erkennen müssen, dass Freiwilligkeit bei der beruflichen Gleichstellung nirgendwohin führe, sondern im Gegenteil bestehende Diskriminierungen verfestige. "Es ist blamabel, wenn Frau Özkan ihrer Bundesministerin jetzt in den Rücken fällt und nach wie vor auf Nichtstun, Freiwilligkeit und Berichtspflichten setzt. Auch sie sollte endlich die Ergebnisse aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Kenntnis nehmen und umsetzen! Seit Jahren – wenn nicht seit Jahrzehnten wird über die niedrige Zahl von Frauen in den Führungsebenen diskutiert. Ebenso lange werden Quotenregelungen verhindert". sagte Twesten weiter.

Die Grünen setzen sich aktuell mit einem Antrag im Landtag für die Frauenquote in Aufsichtsräten börsennotierter Aktiengesellschaften ein. "Es ist in der Politik nur über die Quote gegangen – und es wird auch in der Wirtschaft nicht ohne Quote gehen", so die Grüne abschließend.

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