Land soll Subventionen für Billigfleischproduktion verweigern und für Mindestlöhne sorgen:Grüne kritisieren Riesenschlachthof Wietzen
Angesichts des Neubaus eines Schlachthofs in Wietzen (Landkreis Nienburg) durch den umstrittenen Wiesenhof-Konzern warnt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer heute (Donnerstag) in Hannover vor "gigantischen Überkapazitäten" auf dem Hähnchenmarkt.
Angesichts des Neubaus eines Schlachthofs in Wietzen (Landkreis Nienburg) durch den umstrittenen Wiesenhof-Konzern warnt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer heute (Donnerstag) in Hannover vor "gigantischen Überkapazitäten" auf dem Hähnchenmarkt.
"Vom Land mit der Millionensubvention für den Rothkötter-Schlachthof Wietze (Landkreis Celle) angeheizt, findet ein gnadenloser Dumpingwettbewerb auf dem Rücken von Landwirten und Tieren statt. Wie die immer neuen Tierschutzskandale zeigen, sind in der Billigfleischproduktion Tierquälereien die Regel", sagte Meyer. Nach Angaben der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen werden 10 bis 12 Prozent der Schlachttiere durch die miserablen Arbeitsbedingungen nicht richtig betäubt und kommen bei Bewusstsein in die Brühbäder oder Zerlegung.
Die Grünen forderten die Landesregierung daher auf, weitere Subventionen für Megaschlachthöfe zu unterlassen und für einen Mindestlohn von 8,50 Euro im Schlachtgewerbe zu sorgen. Christian Meyer: "Billigfleischproduktion schadet den Landwirten durch niedrige Preise, gefährdet die Verbraucherinnen durch Antibiotika und Keime und quält Tiere in der Massenproduktion. Wir lehnen den neuen Schlachthof daher ab!"