Teure Subventionen auf Kosten des Arbeitslosengeldes:GRÜNE kritisieren Sonderregelung für Saisonarbeitskräfte

Auf Kritik der Landtagsgrünen stößt die heute (Dienstag) im Kabinett angestrebte Wiedereinführung einer Sonderregelung, nach der Saisonarbeitskräfte bereits nach sechs Monaten Beschäftigung Arbeitslos...

Auf Kritik der Landtagsgrünen stößt die heute (Dienstag) im Kabinett angestrebte Wiedereinführung einer Sonderregelung, nach der Saisonarbeitskräfte bereits nach sechs Monaten Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten sollen. "Arbeitgeber, die systematisch ihre Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit schicken, dürfen das nicht mit Unterstützung der Sozialkassen tun", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher Enno Hagenah. Die Landesregierung hatte angekündigt, sich im Bundesrat für die Rückkehr zur alten Regelung einsetzen zu wollen. "CDU und FDP kämpfen scheinheilig für Subventionen, die unsere ohnehin strapazierten Arbeitslosengeldkassen sprengen würden."

Hagenah kritisierte zudem, dass CDU und FDP mit falschen Informationen arbeiten würden, wenn sie behaupten, Saisonarbeitskräfte hätten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. "Wer innerhalb von zwei Jahren zwölf Monate arbeitet, hat wie jeder andere Arbeitnehmer Anspruch auf sechs Monate Arbeitslosengeld."

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, bei den betroffenen Branchen darauf zu drängen, ihren Beschäftigten mit Arbeitszeitkonten oder anderen Modellen einen ganzjährigen Verdienst sicher zu stellen.

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