Jede zehnte Stelle nicht besetzt – Qualität der pädagogischen Arbeit gefährdet :GRÜNE kritisieren Untätigkeit des Kultusministeriums bei Wiederbesetzung freier Schulleitungsstellen
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat Kultusminister Althusmann im Zusammenhang mit der großen Zahl vakanter Schulleitungsstellen „Untätigkeit“ vorgeworfen.
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat Kultusminister Althusmann im Zusammenhang mit der großen Zahl vakanter Schulleitungsstellen "Untätigkeit" vorgeworfen. "Derzeit ist jede zehnte Stelle in Niedersachsen nicht besetzt", sagte die Grünen-Politikerin heute (Donnerstag) in Hannover. Das gehe aus einer jetzt vorgelegten Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage hervor. "Die pädagogische Arbeit und die Weiterentwicklung vieler Schulen ist dadurch ernsthaft gefährdet."
Korter bezeichnete das Verfahren zur Wiederbesetzung frei werdender Schulleitungsstellen als "zu schwerfällig". So habe die Landesschulbehörde beispielsweise bereits im Dezember 2011 von dem bevorstehenden Ausscheiden der Konrektorin der Brüder-Grimm Grundschule in Seelze (Region Hannover) erfahren, die Stelle aber erst mehr als vier Monate später neu ausgeschrieben. "Es ist empörend, dass der Kultusminister angesichts derart langer Verzögerungen keinen zusätzlichen Handlungsbedarf sieht", sagte die Grünen-Politikerin.
Korter forderte die Landesregierung auf, die Schulleitungen endlich wirksam zu entlasten. Nur so könne gewährleistet werden, dass alle Stellen zügig wiederbesetzt werden können. "Viele Schulleiterinnen und Schulleiter stoßen angesichts der vielen bürokratischen Aufgaben an die Grenze des Zumutbaren", sagte die Grünen-Politikerin. Die neue Arbeitszeitverordnung für die Schulleitungen sei vollkommen unzureichend. Vor allem die Leiterinnen und Leiter kleiner Schulen, insbesondere der Grundschulen, würden nur ungenügend entlastet. Gerade hier gäbe es die größten Probleme, Bewerberinnen und Bewerber für frei werdende Stellen zu finden.