„Freifahrtschein“ trotz eindeutig belegter Fehler der Betreiber:GRÜNE kritisieren voreilige Zusage für Inbetriebnahme des neuen Transrapid
„Es ist eine Provokation, wenn der Minister den Freifahrtschein zum Weiterbetrieb verteilt, obwohl das Fehlverhalten der Betreiber der Versuchsanlage in der bisherigen Beweiserhebung des Untersuchungsausschusses eindeutig belegt ist“, so Enno Hagenah.
Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen ist die Entscheidung von Verkehrsminister Hirche gestoßen, die Inbetriebnahme des heute (Donnerstag) auf der Versuchsanlage in Lathen angekommenen neuen Transrapids zuzusagen. "Es ist eine Provokation, wenn der Minister den Freifahrtschein zum Weiterbetrieb verteilt, obwohl das Fehlverhalten der Betreiber der Versuchsanlage in der bisherigen Beweiserhebung des Untersuchungsausschusses eindeutig belegt ist", sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah. Auch die Gutachten der Staatsanwaltschaft über die Unfallhintergründe lägen noch nicht vor. Eine Zusage für einen Weiterbetrieb in Lathen und erst Recht die Terminierung hierfür seien angesichts der aktuellen Ermittlungs- und Faktenlage nicht gerechtfertigt.
Der Grünen-Politiker hatte schon in der vergangenen Woche den Ministerpräsidenten aufgefordert, dem Verkehrsminister die Zuständigkeit für Genehmigung und Betrieb des Transrapid in Lathen zu entziehen.
 Hagenah: "Die Befangenheit des Ministers, der weiterhin großes Vertrauen zu den Verursachern des Unglückes vom September letzten Jahres demonstriert, wurde mit seinen heutigen ignoranten Äußerungen erneut deutlich."