Pressemeldung Nr. 128 vom

GRÜNE: Lärmschutzbereiche für Flughafen Langenhagen unzureichend

Die Landtagsgrünen haben die heutige (Dienstag) Kabinetts-Entscheidung zu den Lärmschutzbereichen für den Flughafen Langenhagen als „unzureichend“ kritisiert. Die Interessen der belasteten Anwohner würden ignoriert, sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah.

Die Landtagsgrünen haben die heutige (Dienstag) Kabinetts-Entscheidung zu den Lärmschutzbereichen für den Flughafen Langenhagen als "unzureichend" kritisiert. Die Interessen der belasteten Anwohner würden ignoriert, sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah. Der Grünen-Politiker bemängelte, dass keine signifikanten Verbesserungen gegenüber den bisherigen freiwilligen Leistungen des Flughafens geplant seien. "Die Gründe dafür sind die vom Land auf Jahre erteilte Nachtfluggenehmigung und die von der Flug-Lobby verwässerten Berechnungsformeln im neuen Fluglärmgesetz."

Hagenah bezeichnete es als "Unding", dass trotz des ungezügelten Nachtfluges in Langenhagen weiterhin viel zu wenige FlughafenanwohnerInnen Anspruch auf Lärmschutz erhalten, und dieser sich in der Praxis auch noch vielfach als nicht ausreichend erweist. Wer zum Beispiel seine Schlafräume im Dachgeschoss habe, werde nur mit einer Lärmschutzpauschale pro Quadratmeter Fläche abgespeist, obwohl der Schutzaufwand im Bestand hier viel höher sei als in den tieferen Etagen. Zudem werde bei der Lärmberechnung nur mit gemittelten Monatswerten gearbeitet. Die in Langenhagen vorhandenen viel stärkeren Einzelbelastungen und besonders hohen Spitzenpegel von bis zu 100 dB würden von den Berechnungen nicht berücksichtigt.

"Wir fordern weiterhin, dass der Nachtflug in Langenhagen entweder durch Verordnung oder freiwillig vom Flughafen deutlich und dauerhaft reduziert wird", sagte Hagenah.

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