Spät- und Nachtschicht für Studierende?:GRÜNE: Landesregierung ignoriert Raumnot an Hochschulen durch doppelten Abi-Jahrgang
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, die 2011 an den Hochschulen drohende Raumnot durch den doppelten Abi-Jahrgang „in sträflicher Weise zu ignorieren“.
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, die 2011 an den Hochschulen drohende Raumnot durch den doppelten Abi-Jahrgang "in sträflicher Weise zu ignorieren". In der Antwort auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Gabriele Heinen-Kljajic habe die Landesregierung kundgetan, dass der zusätzliche Raumbedarf im Wesentlichen durch die bessere zeitliche Nutzung der vorhandenen Räume und die Anmietung von Räumen aus den bereitgestellten Hochschulpaktmitteln gedeckt werden könne. "Offenbar sollen sich die künftigen Studierenden auf Spät- und Nachtschichten in der Uni einrichten", kritisierte die Grünen-Politikerin am Dienstag (heute) in Hannover.
Die pauschalen Clusterpreise des Hochschulpaktes deckten schon jetzt nicht mal die echten Kosten eines Studienplatzes. Die Hochschulen kalkulierten pro Studienplatz durchschnittlich 7.180,00 €, im Hochschulpakt würden aber im Schnitt nur 4.260 € pro Studienplatz gezahlt.
Heinen-Kljajic: "Die Schülerinnen und Schüler des doppelten Abiturjahrgangs sind die Gelackmeierten. Erst werden sie mit dem Turbo-Abi zur Eile gedrängt und dann gibt es keinen Platz an der Uni".
Die Landesregierung müsse dafür sorgen, in Kooperation mit den Hochschulen, den kurzfristig benötigten Mehrbedarf an Räumen und Infrastruktur zu decken, forderte die Grüne Hochschulexpertin. "Sonst droht an Niedersachsens Unis ab 2011 das Chaos und noch mehr Studierende werden aus Niedersachsen abwandern".