Mehr Flexibilität auf dem Weg zum Abitur gefordert:GRÜNE: Landesregierung verschließt Augen vor Problemen beim Turbo-Abi
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat der Landesregierung vorgeworfen, vor den immer offenkundigeren Problemen beim Turbo-Abitur die „Augen zu verschließen“.
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat der Landesregierung vorgeworfen, vor den immer offenkundigeren Problemen beim Turbo-Abitur die "Augen zu verschließen". "Es drängt sich der Eindruck auf, dass die hohe Belastung im Turbo-Abitur dazu führt, dass jetzt viele Gymnasiasten in der Oberstufe scheitern", sagte die Schulexpertin der Grünen. Das würden auch die heute (Mittwoch) bekannt gewordenen Zahlen deutlich machen, wonach in der Stadt Hannover ein großer Teil der Gymnasialschülerinnen und –schüler, die das Abitur erstmals nach 12 Jahren hätten ablegen sollen, offenbar ein Schuljahr wiederholt oder das Gymnasium ganz verlassen habe.
Korter forderte die Landesregierung auf, dringend nach den Ursachen für den "Schülerschwund" im aktuellen 12. Jahrgang an den Gymnasien zu suchen. Wenn sich herausstelle, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem Turbo-Abi überfordert seien, müssten dringend Konsequenzen gezogen werden. "Kinder und Jugendliche brauchen Zeit zum Lernen", forderte die Grünen-Politikerin. Auch an den Gymnasien müsse mit mehr Flexibilität Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Schülerinnen und Schüler genommen werden.
Korter kritisierte, dass die Landesregierung auf eine Anfrage, die die Grünen schon im August vergangenen Jahres zur hohen Zahl an Wiederholern im Doppelabi-Jahrgang gestellt hatten, keinerlei Auskünfte habe geben können. "Es ist unverantwortlich, erst die Schülerinnen und Schüler mit hohem Druck durch eine verkürzte Gymnasialzeit zu treiben und dann tatenlos zuzusehen, wenn viele von ihnen in der Oberstufe scheitern und das Jahr doch wieder verlieren".