Pressemeldung Nr. 2556 vom

Grüne Landtagsabgeordnete fordern zügige Sanierung und Fahrplanverbesserungen auf der Bahnstrecke Nordenham-Hude-Bremen

Zu einem Gespräch über die Situation der Bahnstrecke Nordenham-Hude-Bremen trafen sich am vergangenen Donnerstag (15.05.2003) die Landtagsabgeordneten der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ina Korter (N...

Zu einem Gespräch über die Situation der Bahnstrecke Nordenham-Hude-Bremen trafen sich am vergangenen Donnerstag (15.05.2003) die Landtagsabgeordneten der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ina Korter (Nordenham), Hans-Joachim Janssen (Varel) und Enno Hagennah (Hannover) mit Wirtschaftsminister Walter Hirche und dem Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) Dr. Wolf Gorka.
Ina Korter hatte zuvor in einem Schreiben an die LNVG auf zahlreiche Missstände beim Zugverkehr auf der genannten Strecke, sowie die ungünstige Fahrplangestaltung hingewiesen.
Im Gespräch wie Dr. Gorka auf die Schwierigkeiten bei der Sanierung der Strecke hin. Zum Teil müssten wegen der Torflinsen im Untergrund des südlichen Abschnitts Gründungen bis zu 22m Tiefe durchgeführt werden. Die Sanierung solle im Jahre 2004 beginnen und 2006 abgeschlossen sein. Bis Ende des Jahres 2003 werde mit Hilfe eines unabhängigen standardisierten Bewertungsverfahrens geklärt, welche Variante (Regionalstadtbahn oder modernes Eisenbahnsystem) wirtschaftlicher sei. Zielvorgabe der LNVG sei das Fahren mindestens im Stundentakt – zu Stoßzeiten möglicherweise halbstündlich. Sofort nach Fertigstellung des Gleiskörpers solle mit dem neuen System gefahren werden, also frühestens ab Ende 2006.
Zur Frage der Sanierung des Bahnhofs Hude führte Dr. Gorka aus, dass erst nach der Entscheidung über das System eine Bahnhofsanierung in Angriff genommen werden könne, da die Bahnsteighöhe systemkonform sein müsste. Die Wiederbelebung eines Reisezentrums im Bahnhof Hude hielt er für unrealistisch.
Ina Korter sieht jetzt besonders die Kommunen und Wirtschaftsverbände der Region aufgefordert ihrem Interesse gegenüber der DB AG nach zügiger Sanierung des Gleiskörpers auch öffentlich Nachdruck zu verleihen.
Wenig Aussicht auf Erfolg brachte die Diskussion über mögliche Fahrplanverbesserungen. Die grüne Landtagsabgeordnete hatte kritisiert, dass die Anbindung an den überregionalen Verkehr am Bremer Hauptbahnhof in Richtung Hannover und Hamburg inakzeptabel sei und zum Teil erhebliche Lücken im Fahrplan von 2 Stunden und mehr bestünden. Dr. Gorka machte deutlich, dass mit einer Fahrplanänderung nicht zu rechnen sei, da auch die Anbindungen der Räume Ostfriesland und Oldenburg berücksichtigt werden müssten. Zudem wollten nach seinen Informationen 70% der Fahrgäste nach Bremen und nicht überregionale Verbindungen nutzen. Der Landkreis Wesermarsch habe sein Interesse am Fahrplan in der jetzigen Form deutlich gemacht, weil die Züge wegen der Schülebeförderung jeweils gegen halb nach der vollen Stunde in Brake ankommen sollten. Seit Einführung des aktuellen Fahrplans seien die Fahrgastzahlen aus der Wesermarsch gestiegen.
"Mit diesem Ergebnis bin ich nicht zufrieden", so die grüne Landtagsabgeordnete Ina Korter nach dem Gespräch in Hannover.
"Mit geringfügigen Änderungen des Fahrplans ließen sich vergleichsweise große Wirkungen erzielen", meinte die Politikerin. "Die Fahrplangestaltung mag ein äußerst schwieriges Geschäft sein, aber wenn die Züge in Nordenham 2-3 Minuten früher abfahren würden und beispielsweise der Regionalexpress nach Hannover 2 Minuten später losführe, wäre ein Übergang in Bremen mühelos zu schaffen und die Reisenden hätten 45 Minuten Wartezeit gespart. Zur Zeit der Expo gab es eine wesermarschfreundlichere Fahrplangestaltung beim Übergang von Bremen nach Hannover. Es scheint also möglich zu sein, wenn der Wille vorhanden ist. Die Interessen der Region müssen von vielen Seiten deutlich gemacht werden."

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