Pressemeldung Nr. 1558 vom

Grüne lehnen höhere Trassenpreise im ländlichen Raum vehement ab - Wenzel: Bahn soll Pläne aufgeben

Höhere Trassenpreise für Bahnstrecken im ländlichen Raum, die sogenannten "Regionalfaktoren", stoßen auf den entschiedenen Widerstand der Grünen im Landtag. "Die Vorstellungen der Bahn sind frech und...

Höhere Trassenpreise für Bahnstrecken im ländlichen Raum, die sogenannten "Regionalfaktoren", stoßen auf den entschiedenen Widerstand der Grünen im Landtag. "Die Vorstellungen der Bahn sind frech und ärgerlich," kritisiert Stefan Wenzel, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, die Bahn. Die Grünen fürchten insbesondere eine Verschlechterung des Bahnverkehrs im ländlichen Raum.
Die Sanierung zahlreicher maroder Bahnstrecken im ländlichen Raum stehe noch aus, obwohl Finanzmittel aus den UMTS-Lizenzen bereitgestellt wurden. Da komme jede Diskussion über eine Erhöhung der Trassenpreise zur Unzeit, so Wenzel. Er forderte die Bahnmanager auf, sich auf die Sanierung der Langsamfahrstellen und auf Rationalisierungsinvestitionen zu konzentrieren.
Geklärt werden müsse auch, ob hinter den neuen Trassenpreisen eine gezielte Diskriminierung anderer Bahnunternehmen stehe. Die Bahn, so Wenzel, sei öffentliches Eigentum und erhalte umfangreiche staatliche Leistungen. Das sei so gewollt. "Deshalb erwarten wir aber auch ein höchstes Maß an Fairness und Verantwortungsbewußtsein im Verhältnis zu Kunden und Wettbewerbern. Dabei darf auch nicht übersehen werden, dass jeder Wettbewerber der Bahn zugleich Kunde einer oder mehrerer Tochtergesellschaften der Bahn sei" merkt Wenzel an.
Mit Hilfe einer kleinen Anfrage wollen die Grünen klären, welche Schritte die Landesregierung unternommen hat, um die Bahnpläne zu bremsen.
Eine Liste der betroffenen Strecken finden Sie im Internet: www.bahn.de/extrahtml/pdf/streckenkarten_regionalfaktoren.pdf

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