Land betreibt „Entprofessionalisierung“ im pädagogischen Bereich :GRÜNE lehnen Modell der „Erziehungslotsen“ ab
Harsche Kritik am Vorhaben der Landesregierung, sogenannte „Erziehungslotsen“ einzusetzen, kommt von den Landtagsgrünen. „Die Wulff-Regierung betreibt eine systematische Entprofessionalisierung im pädagogischen Bereich“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte.
Harsche Kritik am Vorhaben der Landesregierung, sogenannte "Erziehungslotsen" einzusetzen, kommt von den Landtagsgrünen. "Die Wulff-Regierung betreibt eine systematische Entprofessionalisierung im pädagogischen Bereich", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Montag (heute) in Hannover. Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass die Erziehungslotsen ehrenamtlich tätig sein sollen, obwohl diese Arbeit eine im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) vorgesehene "klassische Aufgabe der Sozialpädagogischen Familienhilfe" ist, die von ausgebildeten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen durchgeführt werden soll.
Kurse von 50 mal 45 Minuten seien keine angemessene Qualifizierung, sagte die Grünen-Politikerin. "Sozialministerin Ross-Luttmann überfordert damit das Ehrenamt." Die Hilfsbereitschaft von Menschen werde ausgenutzt, um Geld zu sparen. Der Landesregierung mangele es an Wertschätzung gegenüber pädagogischen Ausbildungen. "Mit dieser halbherzigen Kinder- und Familienpolitik wird sich das Problem der wachsenden Zahl von Inobhutnahmen nicht lösen lassen," sagte Staudte.