Pressemeldung Nr. 189 vom

Fans sind keine Terroristen!:GRÜNE mahnen zur Besonnenheit in der Debatte über Vorkommnisse am Rande von Fußballspielen

Der rechtspolitische Sprecher der Fraktion Helge Limburg hat alle Beteiligten in der Debatte um Vorkommnisse am Rande von Fußballspielen zur „verbalen Abrüstung“ aufgefordert. Der Grünen-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere jüngste Äußerungen des neuen Generalbundesanwalts.

Der rechtspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Helge Limburg hat alle Beteiligten in der Debatte um Vorkommnisse am Rande von Fußballspielen zur "verbalen Abrüstung" aufgefordert. Der Grünen-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere jüngste Äußerungen des neuen Generalbundesanwalts. "Herr Range ist qua Gesetz für die Bekämpfung von Terrorismus und schwerster Kriminalität zuständig. Für beides gibt es jedoch keine Anzeichen am Rande von Fußballspielen", sagte Limburg am Freitag (heute) in Hannover. Die Äußerungen des Generalbundesanwalts seien nach "Tiraden des niedersächsischen Innenministers" zu Beginn der Woche bereits der zweite, deplatzierte Ruf nach mehr Härte gegen Fans. "Grundrechte gelten auch in Stadien. Und wenn Straftaten nicht verhindert werden können, kommen sie zur Anzeige. Aber es kann doch keinen Zweifel daran geben, dass Fußballfans keine Terroristen sind", sagte der Grünen-Politiker. Die Unterstützung der Fanprojekte, regelmäßige Gespräche und feste Vereinbarungen mit den Fangruppen seien vernünftiger und würden zu mehr Sicherheit im Stadion beitragen als die "Scharfmacherei" von Sicherheitspolitikern. Limburg erinnerte daran, dass sich die Vorkommnisse erst häufen würden, seit der Deutsche Fußballbund (DFB) einseitig und überraschend die Gespräche mit den Fan-Initiativen über den begrenzten und kontrollierten Einsatz bengalischer Feuer abgebrochen hat. "Diese Gespräche sollten dringend wieder aufgenommen werden."

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