Pressemeldung Nr. 241 vom

Niedersachsens Schulen starten mit großen Klassen und weiterem Unterrichtsausfall:GRÜNE: Maßnahmenpaket der Landesregierung gescheitert

„Die niedersächsischen Schulen werden auch im neuen Schuljahr mit großen Klassen und zunehmenden Unterrichtsausfällen leben müssen“, sagte die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter

"Die niedersächsischen Schulen werden auch im neuen Schuljahr mit großen Klassen und zunehmenden Unterrichtsausfällen leben müssen", sagte die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter nach der heutigen (Mittwoch) Pressekonferenz der Kultusministerin.

Es fehlten 300 Lehrerstellen, um die Unterrichtsversorgung auf die versprochenen 100 Prozent zu bringen. Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen und Gesamtschulen müssten mit einer Unterrichtsversorgung von 98 Prozent auskommen. Lediglich die Gymnasien kämen durch eine bevorzugte Stellenzuweisung auf auch nur 99,5 Prozent.
"Von einer Unterrichtsgarantie ist die Landesregierung weiter entfernt denn je", so die Grünen-Politikerin. Zudem werde jede vierte Neueinstellung erst zum 1. November vorgenommen. 87 der ausgeschriebenen Stellen konnten noch gar nicht besetzt werden. "Das Maßnahmenpaket der Landesregierung ist deutlich gescheitert", so die grüne Schulexpertin. "Die Stümperei geht weiter."

Präzise Zahlen sei die Landesregierung schuldig geblieben, kritisierte Korter. Sie könne weder sagen, wie viele Schüler nach der Grundschule auf die verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe gewechselt seien noch wie viele Schüler das Turbo-Gymnasium wieder verlassen hätten. Heister-Neumann habe auch keine Auskunft geben können, welche der von der Landesregierung angekündigten Maßnahmen zur Unterrichtsversorgung tatsächlich gegriffen hätten.

Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass Ministerin Heister-Neumann keinerlei Reformprojekte habe vorweisen können.
Korter: "Die Kultusministerin wurstelt sich mehr schlecht als recht durch. Die dringend notwendige Weiterentwicklung unserer Schulen ist von ihr nicht zu erwarten".

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