Statement:Grüne: Millionenteure Elbbrücke bleibt verkehrspolitisch und ökologisch der falsche Weg
Beim Brückenprojekt reden wir inzwischen über Kosten von rund 100 Millionen Euro, bei vergleichsweise geringem verkehrlichem Nutzen und erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft.
Der Landkreis Lüneburg teilte mit, dass nun das Planfeststellungsverfahren für den Bau der Elbbrücke bei Darchau abgeschlossen und heute offiziell bekanntgegeben wird. Dazu sagt Detlev Schulz-Hendel, Fraktionsvorsitzender und regional zuständiger Abgeordneter der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:
Beim Brückenprojekt reden wir inzwischen über Kosten von rund 100 Millionen Euro, bei vergleichsweise geringem verkehrlichem Nutzen und erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft. Bis heute fehlen belastbare Wirtschaftlichkeitsanalysen und eine nachvollziehbare Vergleichsrechnung zur Fähroption. Das Land unterstützt bereits konkrete Verbesserungen bei den Fähren, etwa mit Förderungen für neue und niedrigwassertaugliche Verbindungen. Darin liegt aus unserer Sicht die deutlich realistischere und schnellere Lösung der Mobilitätsprobleme für die Region – denn die Menschen in Amt Neuhaus brauchen endlich Maßnahmen, die kurzfristig wirken.
Der Bau der Elbbrücke wäre ein massiver Eingriff in die sensible Natur und Umwelt. Gleichzeitig würde die Brücke nicht ansatzweise die grundlegenden Probleme lösen. Die Menschen im den betroffenen Gemeinden brauchen eine bessere Mobilität: Schnell, verlässlich und bezahlbar. Doch die Risiken und Kosten des geplanten Brückenbaus steigen seit Jahren weiter an – auch für den Landkreis selbst. Wir bleiben dabei, das Landesraumordnungsprogramm anzupassen und somit den Koalitionsvertrag umzusetzen. Dort hat sich Rot-Grün einvernehmlich auf eine Optimierung des Fährbetriebes statt eines Brückenbaus verständigt.