Pressemeldung Nr. 43 vom

Schüler kurzfristig durch Doppelstunden-Konzept und Hausaufgabenreduzierung entlasten:GRÜNE nach „G-8-Gipfel“: Gymnasien zu echten Ganztagsschulen ausbauen

„Bei bis zu 38 Wochenstunden plus Hausaufgaben sind die Schülerinnen und Schüler überlastet und haben kaum noch Zeit für außerschulische Aktivitäten“, so Ina Korter.

Die Landtagsgrünen haben die Einführung des 8-jährigen Gymnasiums als "völlig verkorkste Reform" bezeichnet. 

Auf einem von den Grünen initiierten so genannten "G 8 – Gipfel" mit Vertreterinnen und Vertretern der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrkräfte an Gymnasien seien die Probleme deutlich beschrieben worden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Mittwoch (heute) in Hannover."Bei bis zu 38 Wochenstunden plus Hausaufgaben sind die Schülerinnen und Schüler überlastet und haben kaum noch Zeit für außerschulische Aktivitäten!"
Auch die Einführung von Kerncurricula habe nicht zu einer Entrümpelung der Lehrpläne geführt, sondern durch das Zentralabitur sei der Druck zum Durchpauken sogar noch gestiegen, sagte die grüne Schulexpertin.

Korter forderte die Landesregierung auf, die Gymnasien zügig zu echten Ganztagsschulen auszubauen. Hierfür müsse den Schulen ein ausreichendes Personalbudget zur Verfügung gestellt und der Bau von Mensen unterstützt werden. "Die Schulen brauchen einen pädagogisch durchdachten Rhythmus von verschiedenen Lernformen und von Anspannungs- und Entspannungsphasen." Statt kurzfristig große Stoffmengen zu memorieren, müssten die Schülerinnen und Schüler lernen, sich Themen selbstständig zu erarbeiten und Zusammenhänge zu verstehen.

Mit Sofortmaßnahmen solle schon kurzfristig der hohe Druck auf die Schülerinnen und Schüler reduziert werden, forderte die Grüne. Die Gymnasien sollten als Zwischenschritt zu einem neuen Ganztags-Rhythmus die herkömmlichen 45-Minuten-Stunden durch Doppelstunden ersetzen.
Die Hausaufgaben sollten auf das unbedingt Nötige reduziert werden. "Spätestens ab 16 Uhr sollen die Schülerinnen und Schüler wirklich frei haben", sagte Korter.

Die Grünen-Politikerin forderte die Landesregierung auf, unverzüglich einen Krisengipfel mit allen betroffenen Gruppen einzuberufen, um eine pädagogisch durchdachte Reform des 8-jährigen Gymnasiums auf den Weg zu bringen.

Zurück zum Pressearchiv