Frühe Trennung verbaut Bildungschancen:GRÜNE nach IGLU: Kurskorrektur in der Schulpolitik gefordert
Nach Bekanntwerden erster Ergebnisse der IGLU-Studie (Internationale Grundschul-Leseuntersuchung) haben die Landtagsgrünen eine Kurskorrektur in der Schulpolitik der Landesregierung gefordert. “Wir sehen, dass der Unterricht in der Grundschule zu guten Ergebnissen führt. Die Probleme beginnen ...
Nach Bekanntwerden erster Ergebnisse der IGLU-Studie (Internationale Grundschul-Leseuntersuchung) haben die Landtagsgrünen eine Kurskorrektur in der Schulpolitik der Landesregierung gefordert. "Wir sehen, dass der Unterricht in der Grundschule zu guten Ergebnissen führt. Die Probleme beginnen mit der Trennung der Kinder im gegliederten Schulsystem ab Klasse 5", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Montag (heute) in Hannover. Im Übergang und in den weiterführenden Schulen gelingt es offenbar nicht ausreichend, die vorhandenen Leistungspotenziale der Schülerinnen und Schüler zu nutzen und auszubauen. "Die jetzt angestrebte Trennung nach Klasse vier wird die Bildungschancen noch weiter verbauen", sagte Korter.
"Ohne Zweifel ist eine weitere Verbesserung der Arbeit in der Grundschule und ihre weitere Stärkung notwendig", so die grüne Politikerin. Aber die Grundschulpädagogik, die in den letzten Jahrzehnten entwickelt worden sei, sei durch die IGLU-Untersuchung offenbar grundsätzlich bestätigt worden. "Der Diffamierung der angeblichen Kuschelpädagogik in der Grundschule ist mit dieser Untersuchung endlich die Basis entzogen", so Korter.