Pressemeldung Nr. 248 vom

Landesregierung trägt Mitverantwortung für dramatische Situation in den Krankenhäusern:Gruene: Niedersachsen bundesweit Schlusslicht bei den Krankenhausinvestitionen

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung Versagen bei der Krankenhausfinanzierung vorgeworfen. „Im Vergleich der Bundesländer schwenkt die niedersächsische Gesundheitsministerin die rote Laterne“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold am Donnerstag (heute) in Hannover.

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung Versagen bei der Krankenhausfinanzierung vorgeworfen. "Im Vergleich der Bundesländer schwenkt die niedersächsische Gesundheitsministerin die rote Laterne", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold am Donnerstag (heute) in Hannover. Um die notwendigen Investitionen zu tätigen seien pro Krankenhausfall 279 Euro erforderlich. In Niedersachsen beträgt diese Summe gerade einmal 82 Euro; damit liegt das Land bundesweit an letzter Stelle.

Helmhold verwies darauf, dass die Landesregierung seit Amtsantritt die Mittel für Krankenhausinvestitionen drastisch zurückgefahren habe. (Von rund 200 Millionen Euro im Jahr 2003 auf inzwischen 120 Millionen Euro).

Die Krankenhäuser würden in ihrer Not zunehmend eigene Mittel für dringend notwendige Investitionen einsetzen. "Dieses Geld fehlt aber an anderer Stelle und damit verschlechtert sich die Patientenversorgung, besonders in der Pflege", sagte die Grünen-Politikerin. Die Landesregierung habe somit die dramatische Situation in den Krankenhäusern mit verschuldet.

Nach Helmholds Angaben sind von 1996 bis 2006 16,6 Prozent der Stellen im Pflegedienst abgebaut worden. Gleichzeitig seien die Fallzahlen gestiegen und die jeweilige Verweildauer gesunken. "Die Situation in der Pflege ist dramatisch – die Landesregierung lässt die Pflegekräfte seit Jahren im Stich", sagte die Grünen-Politikerin.

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