Pressemeldung Nr. 85 vom

Sander betreibt „dreiste Desinformationspolitik“:GRÜNE: Niedersachsens Grundwasser in besorgniserregendem Zustand

Als „besorgniserregend“ hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Daten zur Qualität des Grundwassers in Niedersachsen bezeichnet, nach denen 8,5 Prozent der Grundwasserkörper eine Überschreitung der Grenzwerte für Pestizide aufweisen ...

Als "besorgniserregend" hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Daten zur Qualität des Grundwassers in Niedersachsen bezeichnet, nach denen 8,5 Prozent der Grundwasserkörper eine Überschreitung der Grenzwerte für Pestizide aufweisen und ca. 60 Prozent der Vorkommen mit Nitrat verseucht sind. "Die andauernde Belastung des Grundwassers, die in einigen Regionen des Landes sogar noch angestiegen ist, ist ein eindeutiges Indiz für das Versagen der Landesregierung in der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik", sagte der Grünen-Politiker heute (Montag) nach einer Unterrichtung des Umweltausschusses im Landtag.

"Nicht nur in den Tierfabriken herrschen unhaltbare Zustände, auch auf den Äckern wird weiter auf Kosten der Trinkwasserqualität und der Umwelt produziert", sagte Wenzel. Für die Zukunft sei sogar noch mit steigenden Nitrat-Werten zu rechnen, weil die Einträge durch Düngemittel im Grundwasser erst mit ca. zehnjähriger Verspätung festgestellt werden.

Der Grünen-Politiker warf Umweltminister Sander (FDP) und seiner Partei vor, eine "dreiste Desinformationspolitik" zu betreiben. Statt einen ernstzunehmenden und konsequenten Plan zur Verbesserung der Grundwasserqualität vorzulegen, werde das Problem benutzt, um das Erneuerbare Energien Gesetz und die Förderung von Biogasanlagen zu diskreditieren. Um Auswüchsen bei der Produktion von Bioenergie zu begegnen, müssen nach Ansicht des Grünen-Politikers "ökologisch vernünftige Fruchtfolgen und eine verbindliche Wärmenutzung" festgelegt werden.

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