Pressemeldung Nr. 75 vom

Schwarz-gelbe Mehrheit erklärt sich für „nicht zuständig“:GRÜNE: Reaktor Krümmel für immer abschalten

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen ist die „Nicht-Zuständigkeitserklärung“ der Regierungsfraktionen für das Atomkraftwerk Krümmel gestoßen.

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen ist die "Nicht-Zuständigkeitserklärung" der Regierungsfraktionen für das Atomkraftwerk Krümmel gestoßen. "Atomaufsicht kann nicht an der Landesgrenze enden", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel nach der heutigen (Montag) Beratung eines Antrages seiner Fraktion zur sofortigen Stilllegung des AKW Krümmel. Das gelte umso mehr, wenn es in der Nähe des Atomkraftwerks ein signifikant erhöhtes Auftreten von Leukämie bei Kindern gebe.

Schwere Mängel sieht Wenzel auch bei der Katastrophenvorsorge im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die letzten Störfälle hätten gezeigt, dass von einem abgestimmten grenzübergreifenden Vorgehen keine Rede sein könne. Dennoch habe sich die schleswig-holsteinische Atomaufsicht trotz mehrfacher Einladung geweigert, eine Unterrichtung im Niedersächsischen Landtag vorzunehmen.

Wenzel: "Es ist schlecht bestellt, um die Sicherheit und die Sicherheitskultur im AKW-Krümmel. Die nach dem Atomgesetz zwingend erforderliche Zuverlässigkeit des Betreibers Vattenfall ist nicht gegeben".
Der sicherheitstechnische Zustand des Atomkraftwerkes sei auch nach Ansicht unabhängiger Gutachter mangelhaft. Es bestehe die Gefahr, dass eine unheilvolle Kombination aus Bedienungsfehlern und schweren technischen Mängeln zu einem schweren Unfall führe. Die Folgen wären verheerend und unvorstellbar. Um die Bevölkerung zu schützen, dürfe der Pannenreaktor Krümmel nicht wieder ans Netz.

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