Pressemeldung Nr. 199 vom

Bundesweites Zentralabitur nicht die Lösung:Grüne: Rote Laterne beim Abiturvergleich ernst nehmen

Obwohl die durchschnittlichen Abiturnoten in den einzelnen Bundesländern nur schwer vergleichbar sind, gibt die Rote Laterne für Niedersachsen beim bundesweiten Abiturranking zu denken, meinen die Landtagsgrünen.

Bundesweites Zentralabitur nicht die Lösung

Obwohl die durchschnittlichen Abiturnoten in den einzelnen Bundesländern nur schwer vergleichbar sind, gibt die Rote Laterne für Niedersachsen beim bundesweiten Abiturranking zu denken, meinen die Landtagsgrünen. "Minister Busemann macht es sich zu leicht, wenn er das schlechte Abschneiden Niedersachsens kurzerhand mit einem höheren Anforderungsniveau und einer anderen Benotungskultur abtut", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter. "Herr Busemann sollte seine Hausaufgaben machen und die nach wie vor schlechte Unterrichtsversorgung an den Gymnasien verbessern", so Korter weiter.

Die Grünen-Politikerin wies jedoch auch darauf hin, dass der Notendurchschnitt beim Abitur allein wenig Aussagekraft habe. Wichtiger sei es, dafür zu sorgen, möglichst alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern, zum bestmöglichen Abschluss zu bringen und eine deutliche Erhöhung der Abiturquote zu erreichen. Das sei nur mit einer längeren gemeinsamen Beschulung möglich. "Wer - wie die schwarz-gelbe Landesregierung - auf Aussortierung setzt und damit die Förderung vermeintlicher Eliten erreichen will, muss sich bei diesen Ergebnissen den Vorwurf gefallen lassen, sogar damit gescheitert zu sein", erklärte die Grünen-Schulexpertin.

Bestrebungen nach Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs hält Korter nicht für zielführend. "Das führt zur Einschränkung der Unterrichtsinhalte und Reduzierung der Abiturprüfung auf abfragbares Wissen anstelle von Kompetenzen und Studierfähigkeit. Außerdem wundert es mich, dass jetzt auch jene einem bundesweiten Zentralabitur offen gegenüberstehen, die noch vor wenigen Tagen sogar gegen bundeseinheitliche Schulbücher zu Felde gezogen sind", sagte Ina Korter.

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