Historiker wurde Mitarbeiter der CDU-Bundestagsfraktion:GRÜNE: Sander hat bei Gorleben-Gutachten mit „falschen Karten gespielt“
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander im Zusammenhang mit der Vorstellung eines Gutachtens zur Standortauswahl für das Atommülllager Gorleben vorgeworfen, „mit falschen Karten“ gespielt zu haben.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander im Zusammenhang mit der Vorstellung eines Gutachtens zur Standortauswahl für das Atommülllager Gorleben vorgeworfen, „mit falschen Karten“ gespielt zu haben. Das Ende Mai vorgestellte Gutachten sei von dem als Wissenschaftler ankündigten Historiker Tiggemann präsentiert worden, der wenige Tage später bei der CDU-Bundestagsfraktionen als Mitarbeiter für den Gorleben-Untersuchungsausschuss unter Vertrag genommen worden wurde. Eine solche Nähe zur CDU lasse „erhebliche Zweifel an der notwendigen Distanz Tiggemanns“ zu seiner Ausarbeitung aufkommen, sagte Wenzel heute (Mittwoch) in Hannover. „Damit bestätigt sich, dass diese Expertise nichts weiter war, als eine Auftragsarbeit“. Es sei versucht worden eine politisch willkürlich getroffene Entscheidung zu verbrämen und nachträglich zu legitimieren. Vor diesem Hintergrund stelle nun allerdings auch die Frage, wer eigentlich für die Kosten dieses Druckwerks aufkommen müsse.
Wenzel: „Es wäre nur konsequent, wenn dieses Parteigutachten, mit dem die damalige Regierung Albrecht reingewaschen werden sollte, auch von der CDU-Bundestagsfraktion bezahlt wird.“