Wenzel: „Atomminister muss Äußerungen zur Zuverlässigkeit der Krümmel-Eigentümer klarstellen“:GRÜNE: Scharfe Kritik an Sander-Äußerungen zu Atomkraftwerken
„Wenn man die Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) ernst nimmt, muss man den Eigentümern des Atomkraftwerkes Krümmel, das zu je fünfzig Prozent den Konzernen Vattenfall und E.ON gehört..."
"Wenn man die Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) ernst nimmt, muss man den Eigentümern des Atomkraftwerkes Krümmel, das zu je fünfzig Prozent den Konzernen Vattenfall und E.ON gehört, den Betrieb aller Atomanlagen mit sofortiger Wirkung verbieten", sagte der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel, nach den (heutigen) Interview-Äußerungen des Ministers. Die Zuverlässigkeit des Eigentümers, des Antragsstellers und des Betreibers sei nach dem Atomrecht zwingende Vorraussetzung für die Genehmigung und den Betrieb einer Atomanlage, so Wenzel.
"Der Minister muss klar stellen, ob er die notwendigen Konsequenzen nach geltendem Atomrecht ziehen will oder ob es sich um das übliche Sandersche Gerede handele", sagte Wenzel. Dann stelle sich jedoch die Frage, wie der Ministerpräsident solche Äußerungen bewerte. "Wenn Minister Sander feststellt, dass die Eigentümer und Betreiber des Atomkraftwerkes Krümmel unzuverlässig sind, muss er auch Konsequenzen für niedersächsische Anlagen dieser Konzerne ziehen." Immerhin betreibt E.ON in Niedersachsen drei Atomkraftwerke.
Wenzel: "Dass Minister Sander im selben Atemzug die Verlängerung der Laufzeiten aller 17 Atomkraftwerke fordert und gleichzeitig die Eigentümer und Miteigentümer von zehn deutschen Atomkraftwerken für unzuverlässig erklärt, ist ein Stück aus dem Tollhaus. Dieser Minister muss sich fragen lassen, ob er nicht den Überblick verloren hat."