Pressemeldung Nr. 381 vom

„Oberschul“- Modell keine Grundlage für Schulkonsens:GRÜNE sehen Bildungskompromiss gefährdet

„Wenn Minister Althusmann sich schon heute für ein neues Schulmodell entschieden hat, dann muss er nicht mehr morgen zum Bildungsgipfel einladen“, so Ina Korter. Die Landtagsfraktionen seien „nicht die Bühnendekoration“ für die Verkündigung koalitionsinterner Beschlüsse.

Die Landtagsgrünen sehen den Weg zu einem Bildungskonsens in Niedersachsen durch Vorfestlegungen seitens der Landesregierung "gefährdet". "Wenn Minister Althusmann sich schon heute für ein neues Schulmodell entschieden hat, dann muss er nicht mehr morgen zum Bildungsgipfel einladen", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Montag in Hannover. Die Landtagsfraktionen seien "nicht die Bühnendekoration" für die Verkündigung koalitionsinterner Beschlüsse. Korter bezweifelt, dass von der Landesregierung überhaupt noch ein breiter Konsens angestrebt wird. "Ein tragfähiger Kompromiss wird nur im Rahmen der Eckpunkte möglich sein, den die Schulverbände am 30. September in der Gesprächsrunde auf Einladung des Landeselternrates formuliert haben", sagte die Grünen-Politikerin.

Das jetzt ins Gespräch gebrachte Modell einer "Oberschule", ginge an den Wünschen der Eltern vorbei, wenn in dieser Schule "weiterhin scharf sortiert" werde. "Diese Oberschule würde schnell zur Restschule werden", sagte Korter und forderte stattdessen, endlich die "Schikanen für die Neugründungen von Gesamtschulen" aus dem Weg zu räumen.

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